Woher bekomme ich Schriftarten für meine Internetseite?

Die Besucher Ihrer Internetpräsenz können grundsätzlich nur die Schriftarten angezeigt bekommen, die sie auf ihrem Computer auch installiert haben. Aus diesem Grund wurden Webseiten früher nur in langweiligem Arial oder Times New Roman angezeigt.

Diese Zeiten sind längst vorbei, denn es stehen nun zahlreiche „Webfonts“ bereit, die das Aussehen Ihrer Internetpräsenz entscheidend beeinflussen können.

Wenn Sie auf der Suche nach einer individuellen Webfont sind, die Teil eines individuellen Corporate Designs werden soll, werden Sie sich bei einem kostenpflichtigen Anbieter umsehen müssen.

In diesem Artikel möchte ich Ihnen den bekanntesten, kostenlosen Anbieter vorstellen, nämlich Google Webfonts.

Auf den ersten Blick steht dort eine riesige Auswahl von kostenlosen Webfonts zur Verfügung. Trotzdem sind nicht alle angebotenen Webfonts uneingeschränkt zu empfehlen. Bei der Auswahl sollten folgende Kriterien beachtet werden:

Nicht zu viele Schriftarten

Das Laden von zusätzlichen Ressourcen kostet Ladezeit und das Laden von vielen Schriftarten wirkt sich negativ auf die Performance Ihrer Seite aus. Das Laden von zwei verschiedenen Webfonts kann man jedoch vertreten.

Passend zum Layout

Die Schriftarten sollten zum Zweck der Internetpräsenz und zur Zielgruppe passen, aber auch miteinander gut harmonieren.

Lesbarkeit

Für den Fließtext sollte unbedingt eine Schriftart mit guter Lesbarkeit gewählt werden. Serifenlose Schriften wie „Open Sans“, „Lato“ oder „Roboto“ sind hier besonders gut geeignet, haben sich dafür aber auch sehr stark verbreitet und bieten daher keinen individuellen Look. Es lohnt sich, hier ein wenig länger zu suchen, um eine etwas individuellere Schrift zu finden, die trotzdem noch gut lesbar ist.

Neben der Schriftart für den Fließtext können Sie bei der Schriftart für besonders auffallende Elemente wie z.B. den Schriftzug oder die Überschriften etwas Ausgefalleneres aussuchen. Es darf  dann auch gerne eine Schriftart mit einem besonderen Charakter sein, sollte aber zum „Look“ Ihrer Seite passen.

Zeichenumfang

Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie eine Schrift wählen, die ausreichende viele Zeichen umfasst und alle benötigten Sonderzeichen und Umlaute enthält.

Schriftschnitte

Außerdem sollten Sie darauf achten, ob die gewünschte Schrift in den benötigten Schnitten überhaupt zur Verfügung steht, zum Beispiel „Regular“, „Italic“ oder „Bold“.

Print

Beachten Sie, dass die Schriftarten, die bei den Webfonts aufgeführt sind, nicht immer auch als Font für den Printbereich zur Verfügung stehen. Achten Sie auf dieses Kriterium, wenn Sie beispielsweise den Schriftzug auch auf Ihrer Visitenkarte drucken lassen möchten.

Vorschau

Nutzen Sie unbedingt die Vorschaufunktion, um Ihren persönlichen Text in der gewünschten Webfont anzuzeigen: Markieren Sie einfach den Standard Vorschautext und tragen Sie dort Ihren Text ein. Dann erscheint darunter der Link „Apply to all fonts“. Nach Klick auf diesen Link wird Ihr individueller Text auf alle Schriften übertragen!

Vorschaufunktion Webfonts

Technische Umsetzung

Eine technische Anleitung will ich Ihnen an dieser Stelle ersparen. Die Umsetzung auf Ihrer Internetpräsenz setze ich gerne für Sie um.

Hinweis zum Datenschutz

Aus datenschutzrechtlichen Gründen sollten die Google Fonts nicht von den Google Servern abgerufen werden, sondern über den eigenen Server.

Fazit

Für private Websites, Nebenberufler oder kleine Unternehmen mit geringem Budget bietet es sich an, die Webfonts für ihre Internetseite selber auszusuchen.

Bei einem professionellen Anspruch sollte man die Entwicklung eines Corporate Designs unbedingt einem Fachmann anvertrauen. Gerne empfehle ich Ihnen aus meinem Netzwerk einen geeigneten Anbieter.